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Urlaub –             Teil 3                                 Justitia's Mühlen mahlen langsam

Urlaub –             Teil 3                                 Justitia's Mühlen mahlen langsam

Wie in den vorangegangenen beiden Teilen beschrieben, wurden Andy, Frank , Gert, Wolfgang und Martin in die Justizheilanstalt eingeliefert und die erste Vorstellung fand statt. Wir hatten jeden von ihnen individuell empfangen. Jetzt galt es zu vermitteln, wer hier das sagen hatte. Ein Leser hat es richtig formuliert. „Justitia's Mühlen mahlen langsam.“ Um dieses zu verdeutlichen ließen wir in der Mitte des Hofes eine riesige Steinmühle platzieren. Es war im Grunde genommen ein riesiger Hinkelstein, aus scharfem Granit, an den Lederseile angelegt waren. Er stand auf einem drehbaren Fuß auf einem anderen etwas unebenen Stein. Naja, was hieß schon drehbar. So richtig drehbar war er nicht, denn mit diesem Gerät sollte Backstein zermahlen werden. Sie waren aus Lehm und eigentlich nur gebacken. Es sprach also nichts dagegen, sie wieder zu zermahlen und zusammen mit neuem Lehm aus der Grube nebenan neu zu formen. Dieses würde morgen geschehen. Heute würden wir erst einmal die Steine zermalen.

Frank, Gerd, Wolfgang und Andy wurden hierfür in die Riemen gebunden und Martin bekam eine Schaufel in die Hand, mit dem er Lehmbrocken, Bauschutt in die Mühle befördern durfte.

Fünf Erzieherinnen Meli, Cecilia, Lydia, Peciou und meine Wenigkeit beaufsichtigten das ganze mit der guten altmodischen Gerte in der Hand. In der Nähe stand eine Schubkarre, denn noch war der riesige Haufen an Schutt noch ziemlich nah an der Mühle, aber das würde sich durch die fleißige Arbeit der fünf rasch ändern.

Ich beobachtete Martin eine Weile und trat dann hinter ihn: „Für körperliche Arbeit scheinen Deine Hände ungeeignet. Du wichst nur damit, was?“ Er hielt inne und schaute mich an, was ihm einen Schlag mit der Gerte einbrachte. „Habe ich gesagt, dass Du aufhören sollst?“ Er gab einen Schmerzlaut von sich. Ich sah, wie er die Schaufel etwas schneller bewegte, was mir aber nicht schnell genug war. Es stellte sich bald heraus, dass was oben herein, auch unten wieder heraus musste. Daher wurde zunächst Andy dafür eingesetzt und jetzt konnten nur noch drei Mann den Hinkelstein bewegen. Was vorher zu viert noch relativ leicht zu bewältigen war, wohingegen die Schaufel die Schwerstarbeit darstellte, drehte sich jetzt. Jeder durfte sich hier jetzt frei bewegen und Wolfgang schien die Koordination zu übernehmen. Auch für geistige Arbeit schien Martin nicht geeignet und er konnte dankbar sein, dass Wolfgang ihm sagte, was er zu tun hatte, um nicht im Weg zu stehen. Andy, Frank und Gert waren bald von Schweiß bedeckt und fragten ob sie sich die Oberteile ausziehen durften. Auch Wolfgang folgte diesem Beispiel. Der schmächtige Martin blieb hingegen angezogen. Andy bekam des öfteren die Gerte von Peciou zu spüren, die ihn ermahnte, dass die Kalkleiste wohl nicht mit Kalk umgehen könne und mit Lehm schon gar nicht.  

Gegen zwei Uhr unterbrachen wir die Tätigkeit, denn Esmira und Freya kamen mit einem riesigen Topf mit Bohnen und Maisbrot ala Bud Spencer und Terence Hill an mit fünfzehn Tellern. Wir ließen uns mit den anderen Damen bei Tischen und Bänken nieder und verputzten die Bohnen bis zu sauber geleckten Tellern und Töpfen.

Danach ging es für die Jungs wieder in den Steinbruch. Für mich war zunächst Feierabend. Ich ging duschen und dann ins Bett und träumte davon, wie sich mein eigener Narr hier anstellen würde. Meine Finger glitten zwischen meine Beine und ich stellte mir vor, wie ich dort verwöhnt werden würde. „Ich wünsche anwaltliche Beratung!“, fuhr es mir durch den Kopf und Sekunden später berührten mich sanfte Finger, die mich zu streicheln begannen. „Ich bin immer für Dich da.“ Die Stimme Freyas, ein ganz leises Summen, ihre zarten Hände, wiegten mich in weitere Träume.

 
 
 

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